Freilaut
Es ist Eigenständigkeit und Unverwechselbarkeit, auf die es im Musikbusiness ankommt. Die Kunst sich durch Musik abzuheben und zu einem unverzichtbaren Bestandteil zu werden. Wenn man es vermag einen bereits nach wenigen Takten in seinen Bann zu ziehen und klar zu machen, mit wem man es hier zu tun hat, hat man es meist bereits geschafft. Viele Bands brauchen zur Erlangung dieser Eigenständigkeit unzählige Alben und Konzerte, andere schaffen es nie. Das Pressbaumer Quartett Freilaut schafft dieses Kunststück scheinbar aus dem Stand. Ihr Debütalbum nennt sich Fang An Zu Leben und strotzt nur so vor Energie und Eigendynamik. Jahrelanges Livespielen, unzählige Produktionen für renommierte Künstler und ein scheinbar unermüdlicher Songwriter-Trieb, wie man ihn selten findet, haben Freilaut zu dem gemacht was sie heute sind.
Denn sie wissen, was sie tun
Deutschsprachiger Rock wird bei Freilaut nicht neu erfunden, aber durch eine gehörige Portion Selbstverständlichkeit, Spielfreude und Enthusiasmus auf eine neue Stufe gehoben. Markus Kadensky (Gitarre, Gesang), Eandas „Eas“ Soxberger (Gitarre, Gesang), Bernhard Spitzl (Schlagzeug) & Stephan „Stevo“ Alexander (Bass) überlassen beim Musikmachen nichts dem Zufall, sie sind ein eingespieltes Kollektiv und wissen haargenau, wo sie hinwollen. Vom Schubladendenken wollen die vier nichts wissen, sie machen deutschsprachigen Rock und Punkt. Die Einflüsse sind vielschichtig, die Herangehensweise spielerisch. Grenzen zu durchbrechen und zu Erweitern gehört für sie zur Tagesordnung. Aber auch Mut zur Selbstironie darf nicht fehlen. Die vier Musiker, die sich in den letzten Jahren live bei unzähligen Konzerten den Ruf einer herausragenden Rockband erspielt haben, meistern auf ihrem ersten Longplayer Fang An Zu Leben nicht nur das Songwriting, sondern auch die Produktion im Alleingang. Ob das einen nicht manchmal an den Rand des Wahnsinns treibt? „Wir sind nun mal Perfektionisten und wenn man aufwendig produziert, wie wir das nun mal gerne machen, bleibt einem am Ende scheinbar nichts anderes über, als das auch in Folge selbst im Studio auszubaden!“ meint Markus Kadensky mit einem Lächeln auf den Lippen.
Songs am laufenden Band
Mit der Rock-Ballade Brief an Gott präsentiert das Pressbaumer Quartett Freilaut vergangenen Herbst den Soundtrack für die besinnliche Zeit des Jahres. Nun folgt mit Fang An Zu Leben das erste Album der Band, das eindrucksvoll unter Beweis stellt, wie breit ihr musikalisches Spektrum aufgestellt ist. Die beiden ehemaligen Klassenkameraden Markus Kadensky und Eandas „Eas“ Soxberger sind die kreativen Köpfe und für die meisten Texte und Songideen der Band verantwortlich. Die künstlerische Auseinandersetzung der beiden Songwriter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor beim Schaffens-Prozess. Die unterschiedlichen Backgrounds, Eas kommt aus der klassischen Richtung, Markus war immer schon in der Rockmusik zu Hause, lassen neue musikalische Welten entstehen. Die Tatsache, dass sich beide Musiker beim Singen abwechseln und auch über weite Strecken im Duett singen, ist ein weiterer Aspekt, der Freilaut von anderen Künstlern und Bands klar unterscheidet und abhebt. Die Spannung und das kreative Reiben der beiden Musiker beim Songwriting-Prozess ist dabei ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Songs der Truppe, die sich über mangelnde Inspiration nicht beklagen kann: „Wir haben bereits das zweite Album komplett fertig, müssten eigentlich nur mehr ins Studio gehen und mit den Aufnahmen beginnen“, gibt Eas zu Protokoll. Man darf gespannt sein. Doch jetzt erst Mal Vorhang auf für das Freilaut-Debüt Fang An Zu Leben, das Anfang Jänner 2010 das Licht der Welt erblickt.
Keine Frage - Freilaut sind gekommen, um zu bleiben - und wer die Band noch nie live gesehen hat, sollte das schleunigst nachholen.